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Dodge Pickups
(Author: Redneck)

 

Die beiden Brüder John F. und Horace E. Dodge arbeiteten mit ihrem Vater in dessen Werkstatt, die Motoren für den Bootsbau herstellte. Schnell erkannten die beiden Brüder den Bedarf an Zubehörteilen für die im Aufschwung begriffene Automobilindustrie. Also gründeten sie ihren eigenen Fertigungsbetrieb. Der erste Kunde war der Autohersteller Oldsmobile, der 3000 Getriebe orderte. Auch Ford wurde auf die beiden Brüder aufmerksam und bestellte Motoren, Achsen und Getriebe, welche sich durch Zuverlässigkeit auszeichneten und die hervorragende Arbeit der Gebrüder Dodge unterstrich.

Dodge_Pickup_1927Durch den Erfolg angespornt, gründeten sie ein riesiges Werk in Hamtramck / Michigan und lösten den Vertrag mit Ford. Während 1914 noch bescheidene 249 Autos die Werkshallen verließen, waren es ein Jahr später bereits 45000. Im Grunde bauten sie eine verbesserte Version des Ford Model T, das sie ja von früher her bestens kannten. Dieses hatte eine Ganzstahlkarosserie und einen kräftigen Vierzylinder mit 35 PS.

 

 

Auch das Militär wurde auf die zuverlässigen Dodge aufmerksam, General Pershing und George S. Patton zogen mit einem Dodge in die Schlacht gegen den mexikanischen General Pancho Villa. Die Armee bestellte 250 Stück, bis Kriegsende dann 20000 Fahrzeuge. Die 20er Jahre bedeuteten dann einen Umbruch, 1920 und 21 starben beide Brüder an den Folgen einer Grippeepidemie. Es folgte eine Partnerschaft mit der Graham Brothers Company, 5 Jahre später kaufte Dodge diese Firma, wurde dann aber selbst von der New Yorker Privatbank Dillon, Reed und Company übernommen. Zwei Jahre lang tragen alle Dodge-Fahrzeuge das Emblem der Graham-Brothers.

1928 kaufte Walter P. Chrysler dann das Unternehmen und schuf nach Chevrolet und Ford dann den Grundstein für das letzte der drei größten amerikanischen Automobilunternehmen. Ab 1929 zierte wieder das Dodge-Emblem die Kühlergrills der Trucks.

Wie damals auch bei der Konkurrenz üblich, wurden die Ladeflächen der Trucks bei Fremdherstellern gefertigt. Vom ersten Pickup spricht man beim Model DC Express, einem Dreivierteltonner mit einem 3,5 Liter Vierzylinder und 35 PS. Als erster der drei großen Hersteller führte Dodge einen Sechszylinder mit 3.4 Liter und 63 PS ein.

Dodge_Pickup_1936

1933-35 wurden die Pickups dann vollständig von Chrysler gebaut, in punkto Zuverlässigkeit konnten die Käufer aber weiterhin auf bewährte Dodge-Qualität zurückgreifen. Überhaupt trug die wartungsfreundliche Bauart des Sechszylinders maßgeblich zur Haltbarkeit und Langlebigkeit der Dodge-Trucks bei. Im Kühlergrill der Pickups wurde zu dieser Zeit erstmalig das Firmenemblem, das „Bighorn Ram“ angebracht. Auch wurden zwei Ladeflächenlängen eingeführt, ein Short-Bed und ein Long-Bed, was sich bis in die heutige Zeit bewährt hat.

Von 1936 – 1938 gab es nur Verbesserungen, die aber trotzdem ausreichten, um sich von der Konkurrenz abzuheben und gute Verkaufszahlen zu erzielen. 1939 wurde ein neues, gigantisches Werk gebaut zur Einführung der neuen Pickup-Linie. Diese wies eine dynamischere Front auf, das Reserverad wanderte unter die Ladefläche. Bis dahin war es üblich, das Reserverad an einer Seite der Ladebordwand anzubringen.

Dodge_1942Im Jahr 1939, als sich Amerika für eine Beteiligung am zweiten Weltkrieg rüstete, war Dodge der Hauptlieferant für allradgetriebene Trucks. Der Willy´s-Jeep war zwar das bekannteste allradgetriebene Militärfahrzeug, aber man darf nicht vergessen, dass auch Dodge rund 250000 allradgetriebene Fahrzeuge an die Army lieferte. 1946 wurde auf dem Chassis eines Militärlasters der Dodge Power Wagon produziert, einem der robustesten Pickups, die je gebaut wurden. Trotz der wesentlich höheren Kosten für dieses Nischenfahrzeug wurden davon bis 1968 rund 100000 gebaut. Trotz der langen Bauzeit wurde das Design, das doch sehr den Vorkriegsmodellen ähnelte, nie wesentlich geändert. Damit ließ er jede Anforderung an den Zeitgeist weit hinter sich.

Dodge war – gemeinsam mit Jeep – lange Jahre führend, was Allradtechnik betraf.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde wieder mit der Produktion von zivilen Trucks begonnen, die zunächst identisch mit dem 800px-Dodge-truckVorkriegsmodellen waren. Erst 1948 wurde dann der Nachkriegstruck hergestellt. Die neue B-Serie nannte man auch „Practical Series“ wegen vieler praktischer Details. Das Styling war kantig mit flacher und breiter Frontpartie. Dieses Modell wurde bis 1953 gebaut. In den 50er Jahren konnte Dodge zwar im Wettrüsten um den besten Truck mit Ford und Chevrolet nicht ganz mithalten, aber die Pickups verkauften sich weiterhin sehr gut.

 

1954 erhielt der Pickup ein völlig neues Gesicht. Als Option wurde ein 4.0 Liter V8 mit 145 PS eingeführt. Schon ein Jahr später gab es  bereits wieder ein neues Kabinendesign, 1957 wurde die „Swept-Side-Ladefläche“ mit glatten Ladebordwänden eingeführt. Optisch war keine klare Linie erkennbar, man orientierte sich vielleicht zu sehr an der Konkurrenz, was die Pickups unharmonisch erscheinen ließ. Technisch sowie vom Fahrkomfort her waren sie aber weiter konkurrenzfähig. Ein 5.2 Liter V8 mit 204 PS wurde eingebaut, mit ihm konnte man den seinerzeit stärksten Motor erwerben.

Dodge_D100Ford und Chevrolet waren ja schon früher zu einer einheitlichen Benennung ihrer Trucks übergegangen, als letzter zog nun Dodge nach und nannte die Pickups ab 1957 D100 (Halbtonner), D200 (Dreivierteltonner) und D300 (Eintonner). In den 60er Jahren kehrte man zu einem schlichten Design zurück, das Grundbild der Trucks blieb über 10 Jahre fast unverändert.

Die „Slant Six“- Motoren dieser Epoche besaßen eine um 30° geneigte Einbaulage und waren sehr zuverlässig und leicht zu warten. Es gab zwei Sechszylinder mit 2.8 Liter Hubraum und 106 PS sowie den 3.7 Lier mit 140 PS. Außerdem den optionalen V8 mit 5.2 Litern und 200 PS. Diese Motoren wurden noch bis in die 90er Jahre hinein verwendet.

In den 60er Jahren waren starke Motoren gefragt, deshalb wurde ein 6.3 Liter V8 mit 285 PS von Chrysler eingebaut. Die Spitzenmotorisierung war ein 7.0 Liter V8 mit damals aberwitzigen 365 PS, der werksseitig mit einem Warnhinweis ausgeliefert wurde, dass bei einem Missbrauch die Garantie entfallen würde. Diese Motoren sind recht selten anzutreffen gewesen.

 

1972 wurde es Zeit für ein neues Design. Mit dem Einbau von Servolenkung, Tempomaten und einer besseren Geräuschdämmung wollte man den Truck alltagstauglicher machen. Die Karosserie veränderte sich in den nächsten 20 Jahren nur geringfügig. 1973 fürhte man das „Club Cab“, eine um 46 cm verlängerte Fahrerkabine ein, die damals für kontroverse Diskussionen sorgte. Aus heutiger Sicht kann dieser Aufreger wohl nicht mehr nachvollzogen werden.

1981 erfolgte eine leichte Überarbeitung, die Grundform blieb aber unverändert. Man spricht von der ersten Generation des RAM, die bis 1993 gebaut wurde.

Dodge_Power_WagonEnde der Siebziger Jahre erschienen eine ganze Reihe von Sondermodellen, wie dem „Warlock“, dem „Li´l Red Express“ oder dem „Macho Power Wagon“. Dies waren werksmodifizierte Trucks mit speziellen Lackierungen, Reifen und Motoren. Sie gelten bis heute als beliebte Sammlerstücke.

1989 wurde der optionale Cummins-Diesel mit 5.9 Liter Hubraum eingeführt. Cummins war Marktführer bei den großen Truck – Motoren. Der Reihensechszylinder galt als überaus robust und zuverlässig und passte gut zum Charakter des Ram.

1994 wurde dann die nächste Generation des Ram der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Design mit dem riesigen Kühlergrill und den weit unten angebrachten Lichtern erinnerte stark an die großen Trucks dieser Zeit und wurde ein durchschlagender Erfolg. Neben dem Cummins-Diesel gab es auch einen optionalen V10 mit 8 Litern Hubraum und 300 PS.

Parallel zur Fullsize-Baureihe bietet auch Dodge seit 1987 einen Midsize Truck an, den Dakota. Gebaut wird er in Dodge_DakotaWarren / Michigan. Von den Ausmaßen war er stets ein wenig größer als die von der Konkurrenz angeboten Pickups der gleichen Klasse, wie z.B. von Chevrolet, Ford, Nissan oder Toyota. Somit stand der den Fullsize-Trucks näher als die Konkurrenz. Lange Zeit war er auch der einzige, der mit einem V8 – Motor zu haben war.

Bis 1996 spricht man von der 1. Generation, die mit einem Vier- und einem Sechszylinder zu haben war. Der Allradantrieb blieb dem stärkeren Sechszylinder vorenthalten. Verfügbar waren zwei verschiedene Ladeflächenlängen, ab 1991 war dann auch der 5.2 L V8 erhältlich.

Ab 1997 kam dann die 2. Generation auf den Markt, das Design war angelehnt an den drei Jahre zuvor erschienenen Ram. Ab sofort war auch der bärenstarke 5.9 Liter V8 mit 250 PS erhältlich, bis dahin einzigartig in seiner Klasse. Ab 2000 gab es dann auch ein viertüriges Quad-Cab, der 5.2 Liter V8 wurde ersetzt durch einen neuen 4.7 L V8, ab 2002 entfiel dann der Vierzylinder mangels Nachfrage. Der 3.9 Liter V6 wurde 2004 ersetzt durch einen leistungsstärkeren 3.7 Liter V6, der stärkste 5.9er entfiel.

Nach dem großen Erfolg dieser Modelle kam dann 2002 die dritte Generation auf den Markt. Die Motoren wurden übernommen, zusätzlich zu den vorhandenen Motoren konnte man noch den 4.7 L V8 mit 260 PS ordern. Diese erhielt 2006 ein Facelift mit größeren Scheinwerfern. Aus dem Dodge-Sportwagen Viper entlieh man den stärksten Motor, den 8.3 Liter V10. Dieser Ram hörte auf den Namen SRT 10 und war der schnellste Serienpickup. Der Cummins-Diesel wurde auch erneuert, hatte nun einen 6.7 Liter großen Reihensechszylinder.

2006-Ram-Mega-CabEs gibt wie bei der Konkurrenz auch viele Kombinationsmöglichkeiten bezüglich Ausstattung, Kabinenlänge und Ladeflächenlänge sowie Motoren. Zu haben ist der Ram als Regular Cab (Einzelkabine), als Quad-Cab (Doppelkabine) und als Mega-Cab (verlängerte Doppelkabine), als Short- und Longbed, als 1500er, 2500er und als 3500er, der auch mit hinteren Zwillingsreifen erhältlich ist.

  Ab 2006 stellte man das Regular Cab ein, es gibt derzeit nur noch Club Cab und Quad Cab. Ein Jahr später unterzog man den Dakota einem kleinen Facelift mit dezenten Veränderungen.

Ab 2009 folgte dann die vierte Generation des Ram, mit neuer Front und mehr Leistung.

 

2011 soll die Produktion des Dakota eingestellt werden. Als Nachfolger ist ein SUV mit Ladefläche, ähnlich dem Honda Ridgeline, im Gespräch.

   
   
   
   
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