Ford – Pickups US

(Autor: Redneck)
 

Seine erste Firma, die Detroit Automobile Company, gründete Henry Ford bereits 1899. Er darf damit als Vater der amerikanischen Autogeschichte gesehen werden. Der Delivery Wagon war der erste LKW, der die Werkshallen verließ. 1903 wurde dann die Ford Motor Company gegründet, die das Model A hervorbrachte. Motor und Getriebe dieses  Fahrzeugs wurden von den Gebrüdern Dodge geliefert, die später ab 1914 ihre eigene Firma gründeten und an die amerikanische Erfolgsgeschichte anknüpften.
Nach dem Model A folgten einige Fahzeuge mit Nutzfahrzeugcharakter, wobei man aber bei diesen Modellen den Namen Pickup noch nicht verwendete. 1908 kam mit dem Model T ein Wagen auf den Markt, von dem man sagen kann, dass er vom Preis/Leistungsverhältnis der wohl beste der damaligen Welt war und ein riesiger Erfolg wurde. 1917 erschien das Model TT, das als reines Chassis verkauft wurde und nutzungsorientiert die verschiedensten Aufbauten bekam, auch als Pickup wurde es verkauft.


1925 lieferte Ford mit dem Model T Runabout den ersten Pickup, dem ebenfalls ein großer Erfolg beschieden war und der seinerzeit zum meistverkauften Auto des Konzerns wurde. Das Konzept dieses Erfolges war recht einfach: Robust, billig und zuverlässig. Ein 2.9 Liter mit 20 PS. Nach dem Model T kehrte man zurück zum Model A,  bis heute eines der meistgesuchten Sammlerstücke.
Der schärfste Widersacher um die Gunst der Automobile war für Ford schon immer die Firma Chevrolet. Henry Ford musste einsehen, dass auch die Konkurrenz nicht schlief, ging es darum, gute Fahrzeuge an den Mann zu bringen! Er führte daher den ersten seriengefertigten V8 mit 3.6 Litern und 65 PS ein, von dem man bisher immer glaubte, dass dessen Motorblock zu groß für eine Serienproduktion wäre.

1926_Ford_Model_T_Runabout

1932 wurden die Pickups umbenannt in F-1, eine Serie, die bis 1939 auf dem Markt war. Nicht wenige behaupten, die Trucks zwischen 40 und 41 wären die schönsten, die jeauf dem Markt gewesen sind! Der 2. Weltkrieg brachte millionenschwere Einbußen für die amerikanische Automobilindustrie, auch der Ford – Konzern bekam dies in aller Deutlichkeit zu spüren. Ab 1945, bei Kriegsende, übernahm Henry Ford II. die Leitung des Unternehmens. Auch mit großem Erfolg, bereits 1947 verließ der fünfmillionste Truck die Werkshallen. Das Modell von 1948 wurde ein noch größerer Erfolg, es hieß nun F-1 (Halbtonner) bis F-8 (Dreitonner). Mit kleinen Innovationen, die heutzutage selbstverständlich sind, wie Sonnenblenden, Aschenbecher, vergrößerte Glasflächen und einer besseren Geräuschdämmung, hielt man die Kundschaft bei Laune. Diese nahm diese kleinen Erleichterungen, die den täglichen Umgang mit den Fahrzeugen erleichterten, dankend an.

Ford_F-1_Pickup_Hudson

1951 hielt der erste „moderne Motor“, ein 3,5 Liter Sechszylinder mit hängenden Ventilen Einzug in die Pickups. Er leistete 101 PS, war sparsam
und bekam schnell den Namen „Cost Clipper Six“, was so viel bedeutet wie „kostensparender Sechszylinder“. Zwei Jahre später hießen die Truck- Modelle dann F-100, zu haben mit zwei Motoren: dem sparsameren, nochmals überarbeitetem Sechszylinder, ab 54 auch mit dem „Power King“ V8 mit 3.9 Litern und 130 PS zu haben, der ab 1956 dann schon 167 PS leistete und erstmals auch mit Automatik zu ordern war. Die offiziellen Namen waren nun F-100 für den Halbtonner-Truck, F-250 für den Dreivierteltonner und F-350 für den Eintonner.
1957 überstiegen die Verkäufe mit dem F-100 Syleside die des Konkurrenten Chevrolet. Ab etwa 1960 trennten sich die Design-Wege der beiden großen Automobilhersteller – Chevrolet führte in Anlehnung an Luft- und Raumfahrt das „Düsenjet-Design“ ein, Ford blieb eher bodenständig mit einem mehr konservativen Design. Für eine kurze Zeit entfiel sogar der Pickup-tyische Spalt zwischen Führerhaus und Pritsche, weil man glaubte, so die Rostbildung verhindern zu können. Schon im Folgejahr gab es allerdings wieder eine separate Pritsche.

Ford_F1_1951  1960_Ford_F-100_Debadged


Nicht unerwähnt soll natürlich auch der Ford Ranchero bleiben, der über eine Bauzeit von über 20 Jahren mit Unterbrechungen gebaut wurde. 1957 kam der erste Ranchero auf den Markt. Bei ihm handelt es sich um einen zum Pickup umgebauten PKW, das auf Basis des jeweiligen aktuellen Ford Kombis aufgebaut war Sein Gegenstück und schärfster Konkurrent war der Chevrolet El Camino. Allein im ersten Jahr wurden
über 21000 Ranchero´s  verkauft, stets mit einer dreisitzigen Vorderbank und einer offenen Ladefläche. Es gab davon die verschiedensten Versionen. Das rührte daher, dass das Design der PKW´s häufiger den jeweiligen aktuellen Modeerscheinungen in der Automobilbranche angepasst wurde als das bei den Pickups der Fall war. So wurde der Ranchero fast jährlich vom Aussehen verändert. 1979 wurde das Modell dann aber endgültig eingestellt. Motoren gab es vom Sechszylinder mit 144 PS bis zum dicken Achtzylinder mit 300 PS.

Ford_Ranchero_1958_frontleft_2006-04-08_U

1965 hielt eine vordere Einzelradaufhängung Einzug in die Pickup-Baureihen von Ford. Zwei Jahre später gab es wieder ein neues Design, und diesmal behielt Ford mit seinem eckigen Design gegenüber Chevrolet recht und hatte bei den Verkaufszahlen bis zum Ende der 70er Jahre die Nase vorn. Ab 1965 wechselte man von der Bezeichnung F-100 auf F-150.

1966_Mercury_M-350_Tow_Truck

Ab 1980 kam dann ein neues Design für die F-Serie, wobei das Gewicht reduziert wurde. Der Spagat zwischen einerseits etwas mehr Rundungen und andererseits einem doch maskulinen Auftritt ist Ford gut gelungen, auch diese Baureihe wurde ein Verkaufsschlager und führte die Spitze der Verkäufe bis 1998 an. Motoren vom 4.9 Liter Sechszylinder über einen 5.0 Liter V8 bis zum 5.8 Liter V8.

83-88_Ford_Ranger_Extended_Cab

1996/97 gab es dann ein radikal neues Design, einen 4.2 Liter Sechszylinder und zwei neue V8 – Motoren mit 4.6 Liter und 210 PS, und einem 5.4 Liter mit 235 PS. Ab 2004 wurde die Form des F-150 wieder etwas kantiger. 2008 wurde er wieder erneuert, der Sechszylinder entfiel, es gibt nur noch Achtzylinder. Der kleinere davon mit 4.6 Liter und 248 PS. Die kürzeste Version misst 5,40 m, mit einer längeren Faherkabine wird schnell die 6m-Marke überschritten. Nach mittlerweile fast 60 Jahren Bauzeit ist man bei der nunmehr 12. Generation angelangt.

97-00_Ford_F-150_Extended_Cab

1998 wurde auch ein F350 Super Duty der Öffentlichkeit vorgestellt, der eigentlich nur als Zugmaschine oder zur Bewältigung schwerer Aufgaben konstruiert wurde. Aufgrund der Größe und des agressivem äußeren Erscheinungsbildes wurde er aber ein großer Erfolg. 2005 folgte ein Facelift, die Optik dieser Modelle unterscheidet sich erheblich vom Design der F150er. Es gibt sie als F250, 350, 450 und 550. Von der 2. Generation mit dem wuchtigen Chromgrill spricht man ab 2008.

2008_Ford_F-350_Super_Duty

Ebenfalls seit 2008 wird in Augusta im US-Bundesstaat Georgia beim Tuningbetrieb F 650 Super Truck der riesige F 650 gebaut, der schon fast LKW-Ausmaße erreicht. Basis ist das Medium Duty LKW Chassis F 650. Dieselmotoren sind traditionell den stärkeren Modellen ab F 250 vorbehalten.

Ford_F-650_Super_Duty_Heck


Ford Ranger (US)

FordRanger89-93

Neben der Fullsize F-Serie gibt es auch einen Midsize-Truck, den Ford Ranger. Dieser Name existiert schon seit 1967, allerdings bezeichnete er in jenen Jahren eine Ausstattunglinie der großen F-Serie. Dieser Name wurde bis 1982 beibehalten, jenem Jahr, als der Ranger ein eigenständiges Modell wurde. Gegenüber den japanischen Importen war der Ranger zwar immer das teuerere Modell, hatte aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Mitkonkurrenten aus dem fernen Osten: ihn gab es auch als Sechszylinder.

Seine erste größere Modellpflege erhielt der Ranger 1989, der 2.3 Liter Vierzylinder erhielt nun zwei Zündkerzen pro Zylinder. Ein Jahr später folgte dann ein starker 4.0 Liter Sechszylinder mit 160 PS. Die nächste Modellpflege war 1993, als er eine aerodynamischere Karosserie erzhielt. 1998 wurde er wieder überarbeitet, bekam einen größere Fahrgastzelle mit mehr Platz im Innenraum, was durch eine Verlängerung des Radstandes ermöglicht wurde.Über einen Zeitraum von 13 Jahren, bei einem Auto eine ungewöhnlich lange Zeitspanne, wurde er außer dezenten Retuschen und Verbesserungen fast unverändert weitergebaut. Zu haben ist er wie die Konkurrenten auch mit verschiedenen Führerhauslängen.
2010 spendierte man ihm neue Sicherheitsfeatures wie z.B. Seitenairbags. Mit der kleinen 2.3 Liter – Maschine gilt er in seinem Segment als der ökonomischte.

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