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Sonntag, 25 März 2018 09:05

Pickup – Offroad – Driving Teil 1

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Pickup-Offroad-Driving Pickup-Offroad-Driving

Die meisten der in Deutschland laufenden Pickups sind mit Allrad ausgestattet, das macht sie noch vielseitiger einsetzbar und prädestiniert sie für Reisen und Offroad-Touren abseits der Straße. Grund genug, speziell diese Offroad-Nutzung mal ein wenig zu beleuchten!

Pickup - Ofroad - Driving

Mit dem aktuellen Hilux bewege ich nach zwei Nissan MD21, zwei Chevy-Pickups, einem Mitsubishi L200 und dem Vorgänger-Hilux mittlerweile den siebten Pickup, dazu noch im Laufe der Jahre etliche andere 4x4-Konzepte vom Landrover Defender, Toyota Landcruiser, ein paar Jeep Wranglern, einem Pajero, einem Daihatsu, einem Mahindra bis hin zum Kia Sorento. Also vom Zuschaltallrad über automatisch zuschaltenden Allrad bis Permanentallrad war alles dabei. Wobei jedes System anders reagiert, in der Summe aber immer 4 angetriebene Räder zählen! Soweit mal die eigene Historie. Fürs Pickupforum möchte ich mal diese Fahrzeugart in den Vordergrund stellen.

Als wir unseren ersten Nissan MD21 gebraucht erworben haben, hatte der schon ein hartes Leben auf Trials und Trophy´s hinter sich. Mehrere Aufkleber sowie Gebrauchsspuren in Form von Kratzern zeugten davon, daß dieses Fahrzeug nicht nur auf der Straße bewegt wurde! So eine derbe Nutzung war bei uns nicht vorgesehen, außer ein paar Geländeausflügen in die heimische Kiesgrube wollten wir ihm nicht mehr zumuten, war er doch auch Alltagsauto. Und genau diese ersten Erfahrungen mit einem Fahrzeug, dessen Ausmaße doch etwas anders waren als typisch kurze, hohe Geländewagen, machte mich neugierig, ob man dieses Fahrzeug tatsächlich für Geländeausflüge nutzen könnte! 

Und man konnte! Der Nissan war höhergelegt, hatte AT-Bereifung und krabbelte munter über Stock und Stein, über sandige Kuppen, durch kleine Gräben und schlammiges Terrain. Begeistert über diese Fähigkeiten, die ich dem Fahrzeug eigentlich nicht zugetraut hätte, wußte ich, daß Pickups durchaus abseits der Straße ihre Berechtigung haben! Vom Konzept her hatten meine Frau und ich ausschließlich Pickups mit zuschaltbarem Allrad: Also Hinterachsantrieb mit zuschaltbarer Vorderachse, bis vor einem Jahrzehnt Stand der Technik. Mittlerweile gibt es mit dem VW Amarok oder dem Mitsubishi L200 auch Laster mit Permanentallrad, im Falle von VW leider ohne ein Reduktionsgetriebe. Man kann sie mit Automatik- oder Schaltgetriebe bestellen, was den Offroadfähigkeiten keinen Abbruch tut. 

Pickup-Offroad-DrivingIm Laufe der Jahre sammelte ich doch einiges an Offroad-Erfahrung und habe natürlich auch Lehrgeld bezahlt in Kiesgruben, Offroad-Fahrgeländen, Freizeit-Offroading oder auf Touren. Das, was ich hier beleuchten möchte, soll keine Anleitung zum Offroad-Fahren sein, sondern eher zeigen, wo man mit einem Pickup hinfahren kann!  Jedes Fahrzeug reagiert anders, jedes Terrain ist bei unterschiedlicher Witterung anders zu befahren, jede Reifenmarke meistert das Gelände anders. Einige möchten ihr Fahrzeug so belassen, wie es die Werkstore verlassen hat, andere haben durch Höherlegung,  gröbere Bereifung, Schnorchel oder Sperren die Geländeeigenschaften ihres Pickups erheblich erhöht. Eine pauschale Anleitung zu geben, ist daher in meinen Augen nicht möglich – wohl aber vielleicht ein paar Tipps für Leute, die außer Asphalt noch keinen anderen Untergrund zwischen Boden und Differenzial hatten!  

Da unsere Pickups hierzulande zu 90% mit Allradantrieb ausgestattet sind, keimt in dem einen oder anderen vielleicht schon mal der Wunsch auf, sich mal mit dem Vierradantrieb zu beschäftigen. Man liest Reiseberichte, schaut Bilder von Treffen an, sieht im Internet Offroad-Veranstaltungen. In der Bedienungsanleitung seines Fahrzeugs kann man dazu auch einiges nachlesen, theoretisch zumindest. Dort erfährt man, wann der Allrad und die Untersetzung einzulegen ist oder wie man die Sperre richtig bedient, falls vorhanden. So weit, so gut. So haben wir alle angefangen – nach dem ersten Tag in der Kiesgrube und vorsichtigen Versuchen merkt man dann doch schnell, das sich Theorie und Praxis nicht immer zu 100% decken! Leichtes Gelände ist auch mit einem Serienfahrzeug durchaus machbar, durch leichte Umbauten kann man sich auch in mittelschweres Terrain wagen, rüstet man weiter auf, ist auch schweres Gelände mit einem Pickup durchaus machbar, wie wir schon oft auf Treffen und Veranstaltungen beobachten konnten.

Pickup-Offroad-DrivingWer einen Unterfahrschutz montiert hat, ist natürlich bei Feindberührung im Vorteil. Diese gibt es in verschiedenen Materialien, Alu oder Stahl. Ein 5 mm starker Alu-Unterfahrschutz hält Beschädigungen fern, die Dinger können auf jeden Fall einiges ab! Es gibt sie nur als Front-UFS oder komplett bis zum Getriebe und Tank, dann ist der Unterboden gut gegen Beschädigungen geschützt. Unser Vorausfahrender hatte in Rumänien einen tiefen Graben übersehen, gottseidank war der Hilux mit kompletten UFS ausgestattet, sonst hätte es beim Aufsetzen wohl einen Getriebeschaden gegeben. So konnten wir den Pickup rausziehen, außer einem Riß im Frontstoßfänger und einem leicht verbogenen UFS war nichts defekt. 

Wie wir wissen, ist die Bedienungsanleitung eine Sache – die andere beginnt mit dem Untergrund. Es ist sehr wohl ein Unterschied, ob ich auf Schlamm, Sand, Fels, Schnee oder feuchter Erde fahre! Ich war fast immer mit etwas groberer AT-Bereifung und mehr oder weniger höhergelegten Fahrzeugen mit zuschaltbarem Allrad unterwegs, von dem ich hier mal ausgehen möchte. Dabei spielt es erst mal keine Rolle, ob man nun in einer Kiesgrube, einem Offroad-Fahrgelände oder auf einer 4x4-Urlaubstour unterwegs ist. Die Grenze des Vortriebs setzen weniger die Höhe des Pickups oder die Motorleistung, sondern eher die Bereifung.

Weiter geht es im Teil 2 " Welche Bereifung ist die Richtige?"

Gelesen 609 mal Letzte Änderung am Montag, 26 März 2018 08:54

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