Mitsubishi Pickup
(Autor: Offroad-Ranger)

1993 wurde der L200 mit Typbezeichnung K34T zum ersten Mal in Deutschland vorgestellt. Zu haben war er in einer einfachen Basisversion sowie den optisch und mit technischen Extras ausgestatteten „Magnum“. Als Basis diente der Pajero L040 mit einem 2,5 Liter Turbodiesel ohne Ladeluftkühlung und 78 PS, später 87 PS. Der Allradantrieb ist im Stand zuschaltbar sowie eine Untersetzung und eine 68%-Differentialbremse an der Hinterachse verbessern die Geländeeigenschaften. Das Fahrwerk hat vorne Einzelradaufhängung an Drehstabfedern und die Hinterachse ist als Starrachse mit Blattfedern ausgeführt. Angeboten wird er in Deutschland nur als Doppelkabiner.

 

1996 wurde die zweite Generation vom Typ K60T eingeführt. Als Basis diente die nächste Pajerogeneration V20. Nun war neben dem Doppelkabiner auch eine Einzelkabine, GL genannt, lieferbar, allerdings nur mit Heckantrieb und einem Dieselmotor ohne Turbo mit 75PS. Die mit zuschaltbarem Allrad ausgerüstete Doppelkabine in einfacher GLX oder aufgewerteter Magnum Ausführung bekam eine auf 100 PS erstarkte 2,5-Liter-Turbodieselmaschine mit 240 Nm. Der Magnum hat nun eine 31x10,5R15 Bereifung während  sich der GLX mit 205/80R16 auf Stahlfelgen begnügen muß.

 

Etwa 1999 kam eine Club Cab Version sowie Klimaanlage für alle Modelle hinzu.

 

Ca 2000 wurde das Easy Select Allradantriebsystem eingeführt, welches es erlaubte bis zu einer Geschwindigkeit von 100km/h den Allrad einzulegen ohne anhalten zu müssen. Wie auch schon beim ersten L200-Modell aus dem Jahre 1993 gab es ein sehr umfangreiches Zubehörangebot, welches direkt beim Mitsubishihändler bestellt werden konnte. So gab es z. B. eine große Auswahl an Frontbügeln, Scheinwerfer- Unterfahr- sowie Heckschutzbügel. Unterschiedlichste Ladeflächenabdeckungen waren verfügbar. Ebenso gab es Seilwinden, Standheizung, Sitzheizung, Fernbedienung für die Zentralverriegelung um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Auch für das Interieur gab es jede Menge optische und praktische Aufwertungen, wie z.B. Echtledersitzbezüge.

 

2001 kam das erste Sondermodell namens American Style als Doppelkabiner mit stark erweiterter Serienausstattung wie Lederlenkrad, Chromüberrollbügel, neuem Alufelgendesign mit Bereifung 265/70R16 und erstmals mit Farbkombination des Lackes in Schwarz/Silber. Die Sonderausstattung ließe sich noch lange fortführen.

 

Im Herbst 2001 kam der überarbeitete Motor mit 115 PS auf den Markt, das Drehmoment blieb unverändert bei 240 Nm. Erhältlich war er nur als Doppelkabiner in den Versionen GLX und Magnum, welcher nun mit einer Klimaautomatik aufwartete. Erstmals waren die Blinkergläser an den Rückleuchten in weißer Farbe. Die vordere Stoßstange und der Kühlergrill wurden vergrößert.

 

Im Frühjahr 2002 kamen ein Club Cab hinzu, ausschließlich als Magnum-Version, sowie ein weiteres Sondermodell American Sport. Auch hier wurde mit Carbonoptik und vielen Chromteilen der Pick Up enorm aufgewertet. Dieser war jedoch nur als Doppelkabiner erhältlich.

 

Im Herbst 2002 war ein weiterer Doppelkabiner als Sondermodell American Sport 2 verfügbar. Erstmals in komplett schwarzer Farbe.

 

Ab Mai 2003 konnte der L200 auch mit einer 4-Stufen-Automatik bestellt werden, welche das einziges aufpreispflichtiges Zubehör in der Preisliste des L200 war.

 

Im August 2003 wurde das Sondermodell Liberty aufgelegt. Wichtigste Änderungen gegenüber dem Magnum waren eine Motorleistungssteigerung auf 133 PS und 280 Nm Drehmoment, welche durch einen Ralliart Motor-Tuning-Kit erreicht wurde. Erwähnenswert sind noch die abgedunkelten Scheiben ab der B-Säule, Privacy Glass genannt. Die vorderen Blinkergläser erhielten eine weiße Farbe. Erstmals wurden 18“ Leichtmetallfelgen angeboten welche mit Reifen der Größe 285/55R18 bestückt waren. Erstmals kam bei einem Magnum-Modell die Zweifarbkombination Umbra-Grau/Silber sowie die Einfarblackierung Silber zum Einsatz.

 

Ab Herbst 2003 entfällt der lastabhängige Bremskraftregler an der Hinterachse und wird durch eine im ABS integrierte elektronische Bremskraftverteilung ersetzt.

 

Im Herbst 2004 verschwindet der Name Magnum aus den Verkaufsprospekten und wird durch den Namen Intense ersetzt. Erkennbare Änderungen sind Alufelgen in neuem Design sowie ein geänderter Kühlergrill. Die vordere Stoßstange bekam seitliche Aufsätze mit integrierten Nebelscheinwerfern. Erstmals ist ein Premium-Paket als Sonderausstattung gegen Aufpreis erhältlich, welches Leder-Sitze, -Lenkrad, -Schaltknäufe enthält. Der Intense ist als Doppel- sowie Club Cab lieferbar. Neu ist auch das Modell Invite, ein so genannter Handwerkerwagen in sehr einfacher Ausführung ohne Klimaanlage sowie mit schwarzem vorderem Stoßfänger. Der Instyle besitzt dagegen eine manuelle Klimaanlage sowie Stoßfänger in Wagenfarbe. Das Zubehörprospekt wird immer umfangreicher und umfasst mittlerweile 45 Seiten.

 

Im Frühjahr 2006 steht wieder ein Modellwechsel an und der in die Jahre gekommene K74T wird von der dritten Generation L200, dem Typ KA0T abgelöst.

 

   
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